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31.07.2024, 07.58

Seit jeher kennen die Menschen die Heilkraft der Kräuter. In vorchristlichen Zeremonien und christlichen Segnungsfeiern dankten sie ihren Göttern, beziehungsweise ihrem Gott dafür, und beteten um die Gnade, deren Heilkraft erfolgreich zu nutzen.
Die Kräuterweihe als christlicher Brauch ist seit dem 9./10. Jahrhundert belegt und wurde jeweils am 15. August begangen. Danach kamen die gesegneten Kräuter nicht nur in der Heilkunde zum Einsatz. Zum Schutz vor bösen Kräften wurden auch in Häusern und Ställen aufgehängt, sowie ins Viehfutter der Saatgut gemischt. Einige Heilpflanzen wurden zudem für Räucherungen benutzt – im Glauben, dass sie vor Krankheiten und Unwetter schützen.
Am 15. August sind alle Pfarreiangehörigen eingeladen, Kräuter und Blumen zur Segnung in den Gottesdienst mitzunehmen und beim Sebastiansaltar abzulegen.
Christof Arnold