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12.08.2026, 08.49

Traditionsgemäss werden am Fest „Maria Aufnahme in den Himmel“ in den Kirchen Kräuter und Blumen gesegnet. Neben der Aufgabe, Zeichen für die Verehrung Mariens zu sein, soll die Segnung auf die Heilkräfte der Kräuter hinweisen und der Dankbarkeit über Gottes gute Schöpfung Ausdruck geben.

Dieser Brauch ist mehr als tausend Jahre alt. Ursprünglich sollte die Kräutersegnung zu Ehren Marias heidnische Bräuche ablösen und umdeuten. Dabei sollen die Blumen und Kräuter am Marientag an die Legende erinnern, wonach drei Tage nach Marias Tod nicht mehr ihr Leichnam, sondern wohlriechende Lilien und Rosen in ihrem Grab gelegen haben sollen. Eine andere Legende berichtet, dass vom Leichnam Marias kein Verwesungs- sondern Wohlgeruch ausgegangen sein soll. Beide Legenden zeugen von der Verehrung, die Maria seit jeher in der Kirche zuteil wurde.