05.12.2022, 17.03
Mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche feierten am Christkönigssonntag die Menzinger Schwestern gemeinsam mit der Pfarrei den 200. Geburtstag von Mutter Bernarda. Zusammen mit zwei anderen jungen Schwestern zog sie im Jahr 1844 nach Menzingen. Bald darauf eröffnete sie im Dorf die erste Schule für Mädchen. Was damals klein begann, zog Kreise. Zum einen schlossen sich immer mehr junge Frauen der Schwesterngemeinschaft an. Zum anderen wurde Menzingen zu einem Zentrum der Lehrerinnenausbildung. Bald schon wurden junge Schwestern in andere Orte der Innerschweiz geschickt, um als Lehrerinnen zu wirken. Noch im gleichen Jahrhundert übernahmen die Menzinger Schwestern Schulen in Chur, St. Gallen und im angrenzenden Ausland. Zudem begann die Gemeinschaft junge Frauen ohne klösterliche Ambitionen für den Lehrerinnenberuf auszubilden. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden junge Schwestern mit einen Lehr- und Missionsauftrag in ferne Länder geschickt.
Die verdienstvolle Geschichte der Gemeinschaft würdigend, gestalteten Schülerinnen und Schüler der Menzinger Musikschule zusammen mit ihren Lehrerinnen den musikalischen Rahmen des Festgottesdienstes. Vier junge Heiligkreuzschwestern aus Deutschland berichteten von ihrer Berufung, ihren Hoffnungen und Erwartungen. Zudem brachten Mitglieder des Trachtenvereins sowie Schwestern in traditionellen Kleidern ihrer Heimatländer Gaben zum Altar.
Christof Arnold, Gemeindeleiter