Es fällt den Jüngern schwer zu glauben, was die Frauen verkünden: «Jesus lebt!» Erst nach einer Weile spüren auch sie, dass er lebt und noch immer mit ihnen geht – unbegreiflich und doch wahrnehmbar. «Brannte nicht unser Herz, als er unterwegs mit uns redete?»
Auch in unseren Tagen ist es für viele schwer zu glauben, dass Leid und Tod nicht das letzte Wort haben, sondern Gott der zu neuem Leben erweckt.
Wir wünschen Ihnen, liebe Pfarreiangehörige, dass die Osterbotschaft vom Sieg über den Tod und alle Tiefpunkte unseres Lebens auch Ihre Herzen berührt und mit Hoffnung auf ein gutes, neues, anderes «Leben danach» erfüllt.
Österliche Freude und Gottes Segen wünscht Ihnen Ihr Seelsorgeteam von Menzingen und Neuheim.
Die Feier der Osternacht zu Hause – ein Vorschlag
„Wenn das Weizenkorn nicht stirbt…“ Auch in diesem Jahr hat Theo Müller das Sujet für die neue Osterkerze gestaltet. In seinem Zentrum ist eine Hostie. Gebacken aus gemahlenen Körnern und gewandelt durch die Kraft Gottes, verbindet sie mit Jesus, seiner Lebens- und Heilsgeschichte. Ähren zeigen von der Hostie weg. Sie gleichen Sonnenstrahlen, die mit ihrer Kraft Leben ermöglichen. Der Hintergrund des Bildes ist blau. Diese Farbe steht für Seelentiefe, innere Stille und Treue. Dies alles hat Jesus vorgelebt. Möge die Osterkerze alle Pfarreiangehörigen einladen, ihr Leben immer wieder am Glauben und am Vorbild Jesu auszurichten.
Am Nachmittag des Ostersonntags und am Ostermontag können Heimosterkerzen von der Kirche nach Hause geholt werden. Gerne schenken wir jedem Haushalt eine kleine Osterkerze. Für jede weitere Kerze soll je Fr. 10.– in die Opferlichtkasse geworfen werden. Wer zu einer Risikogruppe gehört oder die Heimosterkerze nicht selber holen möchte, dem wird die kleine Osterkerze nach Hause gebracht. Wenden Sie sich an das Pfarramt (Tel Nr. 041 757 00 80).
Herzlichen Dank!
In diesen Tagen begeht die Christenheit ihre wichtigste Woche. Ähnlich wie im frühen Christentum feiern wir in diesem Jahr jedoch nicht in Kirchen und Kapellen, sondern in Privatwohnungen und -häusern.
Hoher Donnerstag
Am Hohen Donnerstag erinnert sich die Kirche an das Letzte Abendmahl, das Jesus mit seiner Jüngerschaft gefeiert hat. Beim Mahl reichte er seinen Freunden Brot und Wein. Er sagte ihnen, dass er seinen Leib und sein Blut für sie hingeben werde. Er trug ihnen auf, nach seinem Tod und seiner Auferstehung weiterhin Mahl zu halten. Dies ermögliche ihnen Gemeinschaft, Verbundenheit und Seelenstärkung. Vor dem Mahl wusch Jesus Simon Petrus und den anderen die Füsse und übertrug ihnen die Aufgabe, den Menschen Diener zu sein (vgl. Johannes 13,1–15).
Karfreitag
Am Karfreitag erinnert sich die Kirche an das Leiden und Sterben Jesu. Im Glaubensbekenntnis wird es mit den Worten zusammengefasst: «Gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben». Am Karfreitag lädt die Kirche zudem ein, besonders für die Leidenden der heutigen Zeit zu beten (Vgl. Johannes 18,1–19,42)
Osternacht
«Christus ist auferstanden. Hallelujah. Er ist wahrhaft auferstanden. Hallelujah.» Mit diesen Worten fasst ein alter Liedvers das Geschehen der Osternacht zusammen. Was aber genau im Grab geschah und wie Auferstehung geht, weiss niemand. Die Bibel berichtet nur vom Glaubenszeugnis der Frauen, die am Ostermorgen das Grab leer angetroffen haben (vgl. Matthäus 28,1–10).
In diesem Jahr können die Pfarreiangehörigen keinen Ostergottesdienst besuchen. Sie sind aber eingeladen, mit den im gleichen Haushalt lebenden Personen eine private Osterfeier zu gestalten.
Das diesjährige Fastenopfer kann nicht wie gewohnt eingezogen werden. Gerne nimmt das Fastenopfer Spenden aus dem bargeldlosen Zahlungsverkehr entgegen. Die Fastenopfersäcklein ziehen wir ein, wenn sich die Lage normalisiert hat. Es ist wichtig, dass wir auch jetzt an die Menschen in den ärmeren Weltgegenden denken.
Wegen dem Coronavirus sind Seelsorgebesuche nur noch im Notfall möglich. Gerne sprechen wir aber am Telefon mit Ihnen, wenn Sie ein Anliegen oder ein Problem haben, oder wenn Sie einen persönlichen Kontakt wünschen. Rufen Sie uns an! 041 757 00 80.
Am Palmsonntag, in der Karwoche und an Ostern können wir keine Gottesdienste feiern. Dabei wären gerade diese Feiern voll tiefer Symbolik und lieb gewonnener Rituale. Gerne werden wir Seelsorgende an allen Sonn- und Festtagen das jeweilige Tagesevangelium lesen, Fürbitte für die Pfarrei und die Welt halten, ein Vaterunser und ein Segensgebet beten. Wenn möglich geschieht dies in der Kirche, jedoch ohne Beteiligung der Pfarrei. Andernfalls beten wir zu Hause. Natürlich sind alle Pfarreiangehörigen eingeladen, dasselbe bei sich zu Hause zu tun. Pater Julipros wird für die ihm anvertrauten Pfarreien regelmässig die Messe lesen. Zudem können Gebetszeiten und Gottesdienste am Fernsehen mitgefeiert werden. Gerne machen wir an dieser Stelle auf die «Hoffnungsworte» aufmerksam.
Am Palmsonntag werden in der Kirche normalerweise immergrüne Zweige von Stechpalmen, Thuja-, Buchs- oder anderen Büschen gesegnet. Anschliessend werden sie zu Hause hinter ein Kreuz geklemmt. Davon versprechen sich die Gläubigen Schutz und Segen für das ganze Haus. Die Palmzweige erinnern an die Freude der Menschen in Jerusalem, als Jesus vor mehr als 2000 Jahren in ihre Stadt kam. In diesem Jahr ist die Segnung der Palmzweige in der Kirche nicht möglich. Eigenheimbesitzer können aber Zweige aus dem eigenen Garten in die Wohnung holen, Kinder können Palmzweige zeichnen und alle Pfarreiangehörigen können etwas, was ihnen Freude macht, zum Kreuz hängen. Zudem können sie selber um Schutz vor Krankheit, Unwetter und Unfrieden beten. Das Tagesevangelium für den Palmsonntag: Matthäus 21,1-11.
Wie es der liturgische Brauch verlangt, wird am Abend des Hohen Donnerstags die Kommunion aus der Kirche getragen. Ebenso werden die Altäre abgeräumt und aller Kirchenschmuck aus der Kirche entfernt. So soll sich die Kirche zeichenhaft vom Abendmahlssaal in das Grab Jesu „verwandeln“. Dies ohne Beteiligung der Pfarrei. Um 20 Uhr werden alle Glocken läuten. Tagesevangelium: Johannes 13,1-15
Am Karfreitag erinnern sich die Christinnen und Christen an das Leiden und Sterben Jesu. In diesem Jahr können wir dies nicht in Gemeinschaft und in der Kirche tun. Die Gläubigen sind aber eingeladen, zu Hause für die Leidenden von heute zu beten. Zudem kann natürlich jede und jeder die Passionsgeschichte für sich aus der Bibel lesen: Johannesevangelium 18,1-19.42.
Alle Menschen sind eingeladen, jeden Donnerstagabend oder jeden Abend um 20.00 Uhr innezuhalten, eine brennende Kerze vor das Fenster zu stellen und für die Betroffenen der Coronakrise, das medizinische Personal und eine gute Zukunft zu beten. Das zeitgleiche Beten in den verschiedenen Häusern und Wohnungen schafft Verbundenheit und Gemeinschaft. Beides sind Werte, die in diesen Tagen nur schwer herzustellen, aber umso wichtiger sind. Machen Sie mit! Sie werden merken, es tut gut.
Die Impulsreihe zur Fastenwoche «Ich gib mer Sorg» vom 30. März bis 3. April findet trotz COVID-19 statt, und zwar per E-Mail.
Melden Sie sich zur Teilnahme, bzw. zum Erhalten der Unterlagen per Mail bis am Sonntag, 29. März an.
info@frauenmenzingen.ch (bitte Name, Vorname und Emailadresse angeben)
„Jede Reise zu sich selbst beginnt auch immer bei sich selber.“
Eva Maria Müller
Yvonne Stadelmann
Flyer
Der Bundesrat hat die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus verlängert. Deshalb können bis mindestens am 11. Mai 2020 im ganzen Bistum keine öffentlichen Gottesdienste gefeiert werden. Die Kirchen bleiben für das persönliche Gebet offen. Ebenso fallen sämtliche Pfarreiveranstaltungen aus.
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