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„Ich will zur Waldwiese gehen und mit meinen Freunden spielen! Mit ihnen rennen möchte ich, laufen, fangen spielen, Spaß haben. Jetzt. Hörst du?“
Der kleine Bär sah mit einem Bettelblick zu Mama Bär auf. Am liebsten hätte er dabei noch in die Pfoten gepatscht und „Bittebittebitte“ gerufen.
Er hatte nämlich große Sehnsucht nach seinen Freunden, den Waldtieren. Viele Tage schon hatte er sie nicht getroffen. Nicht einmal gesehen hatte er sie. Auch nicht von weitem. Wie er mussten die auch zuhause bleiben. Da war nämlich eine Krankheit, die durch den Wald schlich und nach Opfern Ausschau hielt. Kein Tier konnte sie sehen, aber sie war da und wer ihr begegnete, war in Gefahr. Dann nämlich hüpfte sie leise, sehr leise auf die Köpfe ihrer Opfer und pustete ihnen einen bösen Husten in die Münder und Nasen. Und dann dauerte es auch nicht mehr lange, und das arme Opfer musste husten husten husten und das klang sehr laut und sehr sehr krank. Der kleine Bär hatte es selbst schon gehört, wenn eines der hustenkranken Tiere in der Nähe der Bärenhöhle vorbei zog. Es klang wirklich sehr laut und krank. Zum Fürchten krank. Einen hustenden Vogel, ein hustendes Wildschwein und eine hustende Maus hatte der kleine Bär nämlich noch nie in seinem Leben gesehen.
Ja, und weil das so ein gemeines und gefährliches Husten war, durfte er auch nicht seine Freunde treffen, um sich nicht anzustecken. Aber vielleicht machte diese blöde Krankheit ja heute eine Pause und er konnte doch für ein Stündchen zur Waldwiese gehen?
„Nur ein bisschen“, sagte er nun zu Mama Bär. „Ein klitzekleines Bisschen.“
Doch Mama Bär blieb hart. Wie jeden Tag wieder schüttelte sie den Kopf und brummte:
„Das geht nicht, kleiner Bär. Du sollst nicht krank werden und musst noch warten, bis die Hustenkrankheit unseren Wald wieder verlassen hat.“
„Das sagst du viele Tage schon“, maulte der kleine Bär.
Er setzte er sich vor die Bärenhöhle und sah traurig den Schmetterlingen zu, die über den Wiesenblümchen tanzten.
„Ihr hab es gut“, rief er ihnen zu. „Ihr dürft zusammensein und spielen und Spaß haben. Wie schön wäre es doch, ein Schmetterling zu sein.“
„Nichts leichter als das“, rief ihm einer der Schmetterlinge, ein großer, gelber, zu. „Mach die Augen zu und träume dich zu uns herüber. Wir freuen uns, wenn du mit uns spielst!“
„Zu euch träumen? Geht das?“ So ganz konnte der kleine Bär das nicht glauben, doch er war neugierig und schloss schnell die Augen. Und da, da tanzte er im Traum auch schon mit seinen neuen Freunden leicht wie ein Schmetterling im Licht der Sonne über Gräser und Blumen und hatte so viel Spaß, dass er beinahe das Nachtmahl, zu dem Mama Bär später irgendwann rief, verträumt hätte.

© Elke Bräunling www.elkeskindergeschichten.de

Zur Zeit geht es uns wie dem kleinen Bär. Wir können unsere Freunde und Grosseltern auch nicht oft, oder sogar gar nicht sehen. Aber trotzdem können wir mit ihnen in Kontakt bleiben. Wir können ihnen schreiben, mailen oder telefonieren und sie so weiterhin  an unserem Leben teilhaben lassen. Unsere gegenseitige Zuneigung wird durch das «Nichtsehen» nicht kleiner.

Ist es mit der Beziehung mit Jesus nicht dasselbe? Wir sehen ihn auch nicht, und trotzdem wissen wir, dass er uns ganz fest lieb hat. Wichtig ist nur, dass wir auch mit ihm in Kontakt bleiben!

Was würdest Du jetzt am liebsten mit Deinen Freunden machen?
Wir laden Dich ein, davon ein Bild zu malen. Und wenn Du magst, leg es doch beim Pfarramt in den Briefkasten. Wir werden dann Deinen «Traum» im Schaukasten ausstellen. 

Das ganze SUFI Team wünscht Dir dabei viel Spass!

Der Religionsunterricht kann wegen des Corona-Virus nicht wie gewohnt stattfinden. Darum erhielten die Schülerinnen und Schüler von der 4. Klasse bis zur 2. Oberstufe via Fernunterricht die Anregung, sich vor Ostern auf einen Kreuzweg Jesu einzulassen. Bei den 14 Stationen war jeweils das eigene Nachdenken gefragt, was dieser Kreuzweg heute für sie bedeuten könnte. Bei der 12. Station hatten sie den Auftrag, ein positives, buntes, schönes Kreuz zu legen oder ein Bild zu gestalten.
Vielen Dank für die liebevoll gestalteten, kreativen Werke! Einige Bilder sind im Schaukasten der Pfarrei ausgestellt, eines ist hier eingefügt. Möge dieses Hoffnungsbild für uns alle wirken.
Das Katecheseteam Mittelstufe II und Oberstufe:
Irmgard Hauser, Gabi Sidler, Yvonne Stadelmann

Die Idee stand schon lange fest und sie freuten sich wieder einmal auf eine Zusammenarbeit. Eva Maria Müller und Yvonne Stadelmann planten eine Fastenwoche für die Nachbarpfarreien Menzingen und Neuheim. Mit oder ohne Verzicht auf Nahrung sollten Interessierte in der Woche vom 30. März bis 3. April an gemeinsamen Fastenimpulsen teilnehmen können. Die beiden Frauen erarbeiteten zusammen fünf Impulsabende von je ca. 30 Minuten für die vorösterliche Zeit. Es war alles bereit, als ein gewisser viraler Erreger, dessen Namen hier nicht schon wieder genannt werden soll, alles in Standby stellte. Eva Maria und Yvonne liessen sich aber nicht beirren und schrieben die Impulse in Windeseile so um, dass sie für den Versand per Email geeignet waren. Die Teilnehmenden konnten sich anmelden, und erhielten die Impulse zugesandt. Einige Mitmenschen liessen die Organisatorinnen wissen, dass sie erst durch die verordnete Betriebslosigkeit
die nötige Zeit für dieses Angebot fanden. Eine Tasse Tee, eine Kerze und 30 Minuten Ruhe für den Fastenimpuls war alles, was es brauchte um Seelennahrung aufzutanken. 38 Frauen und Männer „trafen“ sich also digital jeden Abend und konnten gemeinsam die Fastenimpulse geniessen.
Wir sind dankbar, dass wir uns auch so auf Ostern vorbereiten konnten.
Yvonne Stadelmann

Es fällt den Jüngern schwer zu glauben, was die Frauen verkünden: «Jesus lebt!» Erst nach einer Weile spüren auch sie, dass er lebt und noch immer mit ihnen geht – unbegreiflich und doch wahrnehmbar. «Brannte nicht unser Herz, als er unterwegs mit uns redete?»
Auch in unseren Tagen ist es für viele schwer zu glauben, dass Leid und Tod nicht das letzte Wort haben, sondern Gott der zu neuem Leben erweckt.
Wir wünschen Ihnen, liebe Pfarreiangehörige, dass die Osterbotschaft vom Sieg über den Tod und alle Tiefpunkte unseres Lebens auch Ihre Herzen berührt und mit Hoffnung auf ein gutes, neues, anderes «Leben danach» erfüllt.
Österliche Freude und Gottes Segen wünscht Ihnen Ihr Seelsorgeteam von Menzingen und Neuheim.

Die Feier der Osternacht zu Hause – ein Vorschlag

 

„Wenn das Weizenkorn nicht stirbt…“ Auch in diesem Jahr hat Theo Müller das Sujet für die neue Osterkerze gestaltet. In seinem Zentrum ist eine Hostie. Gebacken aus gemahlenen Körnern und gewandelt durch die Kraft Gottes, verbindet sie mit Jesus, seiner Lebens- und Heilsgeschichte. Ähren zeigen von der Hostie weg. Sie gleichen Sonnenstrahlen, die mit ihrer Kraft Leben ermöglichen. Der Hintergrund des Bildes ist blau. Diese Farbe steht für Seelentiefe, innere Stille und Treue. Dies alles hat Jesus vorgelebt. Möge die Osterkerze alle Pfarreiangehörigen einladen, ihr Leben immer wieder am Glauben und am Vorbild Jesu auszurichten.

Am Nachmittag des Ostersonntags und am Ostermontag können Heimosterkerzen von der Kirche nach Hause geholt werden. Gerne schenken wir jedem Haushalt eine kleine Osterkerze. Für jede weitere Kerze soll je Fr. 10.– in die Opferlichtkasse geworfen werden. Wer zu einer Risikogruppe gehört oder die Heimosterkerze nicht selber holen möchte, dem wird die kleine Osterkerze nach Hause gebracht. Wenden Sie sich an das Pfarramt (Tel Nr. 041 757 00 80).

Herzlichen Dank!

In diesen Tagen begeht die Christenheit ihre wichtigste Woche. Ähnlich wie im frühen Christentum feiern wir in diesem Jahr jedoch nicht in Kirchen und Kapellen, sondern in Privatwohnungen und -häusern.

Hoher Donnerstag
Am Hohen Donnerstag erinnert sich die Kirche an das Letzte Abendmahl, das Jesus mit seiner Jüngerschaft gefeiert hat. Beim Mahl reichte er seinen Freunden Brot und Wein. Er sagte ihnen, dass er seinen Leib und sein Blut für sie hingeben werde. Er trug ihnen auf, nach seinem Tod und seiner Auferstehung weiterhin Mahl zu halten. Dies ermögliche ihnen Gemeinschaft, Verbundenheit und Seelenstärkung. Vor dem Mahl wusch Jesus Simon Petrus und den anderen die Füsse und übertrug ihnen die Aufgabe, den Menschen Diener zu sein (vgl. Johannes 13,1–15).

Karfreitag
Am Karfreitag erinnert sich die Kirche an das Leiden und Sterben Jesu. Im Glaubensbekenntnis wird es mit den Worten zusammengefasst: «Gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben». Am Karfreitag lädt die Kirche zudem ein, besonders für die Leidenden der heutigen Zeit zu beten (Vgl. Johannes 18,1–19,42)

Osternacht
«Christus ist auferstanden. Hallelujah. Er ist wahrhaft auferstanden. Hallelujah.» Mit diesen Worten fasst ein alter Liedvers das Geschehen der Osternacht zusammen. Was aber genau im Grab geschah und wie Auferstehung geht, weiss niemand. Die Bibel berichtet nur vom Glaubenszeugnis der Frauen, die am Ostermorgen das Grab leer angetroffen haben (vgl. Matthäus 28,1–10).
In diesem Jahr können die Pfarreiangehörigen keinen Ostergottesdienst besuchen. Sie sind aber eingeladen, mit den im gleichen Haushalt lebenden Personen eine private Osterfeier zu gestalten.

Das diesjährige Fastenopfer kann nicht wie gewohnt eingezogen werden. Gerne nimmt das Fastenopfer Spenden aus dem bargeldlosen Zahlungsverkehr entgegen. Die Fastenopfersäcklein ziehen wir ein, wenn sich die Lage normalisiert hat. Es ist wichtig, dass wir auch jetzt an die Menschen in den ärmeren Weltgegenden denken.

Wegen dem Coronavirus sind Seelsorgebesuche nur noch im Notfall möglich. Gerne sprechen wir aber am Telefon mit Ihnen, wenn Sie ein Anliegen oder ein Problem haben, oder wenn Sie einen persönlichen Kontakt wünschen. Rufen Sie uns an! 041 757 00 80.

Am Palmsonntag, in der Karwoche und an Ostern können wir keine Gottesdienste feiern. Dabei wären gerade diese Feiern voll tiefer Symbolik und lieb gewonnener Rituale. Gerne werden wir Seelsorgende an allen Sonn- und Festtagen das jeweilige Tagesevangelium lesen, Fürbitte für die Pfarrei und die Welt halten,  ein Vaterunser und ein Segensgebet beten. Wenn möglich geschieht dies in der Kirche, jedoch ohne Beteiligung der Pfarrei. Andernfalls beten wir zu Hause. Natürlich sind alle Pfarreiangehörigen eingeladen, dasselbe bei sich zu Hause zu tun. Pater Julipros wird für die ihm anvertrauten Pfarreien regelmässig die Messe lesen. Zudem können Gebetszeiten und Gottesdienste am Fernsehen mitgefeiert werden. Gerne machen wir an dieser Stelle auf die «Hoffnungsworte» aufmerksam.

Am Palmsonntag werden in der Kirche normalerweise immergrüne Zweige von Stechpalmen, Thuja-, Buchs- oder anderen Büschen gesegnet. Anschliessend werden sie zu Hause hinter ein Kreuz geklemmt. Davon versprechen sich die Gläubigen Schutz und Segen für das ganze Haus. Die Palmzweige erinnern an die Freude der Menschen in Jerusalem, als Jesus vor mehr als 2000 Jahren in ihre Stadt kam. In diesem Jahr ist die Segnung der Palmzweige in der Kirche nicht möglich. Eigenheimbesitzer können aber Zweige aus dem eigenen Garten in die Wohnung holen, Kinder können Palmzweige zeichnen und alle Pfarreiangehörigen können etwas, was ihnen Freude macht, zum Kreuz hängen. Zudem können sie selber um Schutz vor Krankheit, Unwetter und Unfrieden beten. Das Tagesevangelium für den Palmsonntag: Matthäus 21,1-11.

Wie es der liturgische Brauch verlangt, wird am Abend  des Hohen Donnerstags die Kommunion aus der Kirche getragen. Ebenso werden die Altäre abgeräumt und aller Kirchenschmuck aus der Kirche entfernt. So soll sich die Kirche zeichenhaft vom Abendmahlssaal in das Grab Jesu „verwandeln“. Dies ohne Beteiligung der Pfarrei. Um 20 Uhr werden alle Glocken läuten. Tagesevangelium:  Johannes 13,1-15

Am Karfreitag erinnern sich die Christinnen und Christen an das Leiden und Sterben Jesu. In diesem Jahr können wir dies nicht in Gemeinschaft und in der Kirche tun. Die Gläubigen sind aber eingeladen, zu Hause für die Leidenden von heute zu beten. Zudem kann natürlich jede und jeder die Passionsgeschichte für sich aus der Bibel lesen: Johannesevangelium 18,1-19.42.

 

 

 

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