Vor 25 Jahren wurde die Wegkapelle beim Ziegelhof vom damaligen Pfarrer Josef Birrer im Rahmen einer Maiandacht eingeweiht. Sie beherbergt eine Marienstatue, die zuvor in privatem Besitz war und der Kirchengenossenschaft Finstersee übergeben wurde.
Seit der Einweihung wird bei der Ziegelhofkapelle alljährlich eine Maiandacht gefeiert. Nur in diesem Jahr musste das Mariengebet bekannterweise ausfallen. Gerne hätten wir Gott im gewohnten Rahmen für den kleinen Gebetsort gedankt und um seinen Segen für die Wegkapelle gebetet. Dies soll im kommenden Jahr nachgeholt werden.
Leider konnte die Erstkommunion der Drittklässler am 3. Mai nicht gefeiert werden. Neu planen wir die Feier für Samstag, den 5. September. Dies natürlich immer unter Vorbehalt, dass Versammlungen und Gottesdienste ohne grössere Einschränkungen wieder möglich sind.
Die Erstkommunion an einem Samstag – das ist ungewöhnlich. Aber besondere Zeiten ziehen oftmals besondere Massnahmen nach sich. Aufgrund der vielen Verschiebungen wird es im Herbst terminlich sehr «eng» werden. Zumal das Erstkommuniondatum mit den Pfarreien Neuheim und Oberägeri abgesprochen werden muss. Für Menzingen und Neuheim wurde das Wochenende vom 5. (Menzingen) und 6. September (Neuheim) mit Pater Julipros reserviert.
Wir hoffen, dass unsere Planungen im September umgesetzt werden können. Gleichzeitig sind wir uns bewusst, dass zur Zeit alles Planen und Organisieren irgendwie provisorisch bleibt. Gerne halten wir weiterhin Kontakt mit den Familien der Erstkommunionkinder.
Christof Arnold
Wie bereits mitgeteilt, wird die Vorlage zur verschobenen Kirchgemeindeversammlung nicht in die Haushalt verschickt. Diese wird erst vor der Versammlung vom 16. November versandt. Sie finden diese hier zum Download.
In der Woche vor Christi Himmelfahrt feiern die Menzingerinnen und Menzinger an zwei Abenden Gottesdienst auf dem Bauernhof. In diesem Jahr müssen diese beliebten Feiern jedoch leider abgesagt werden. Trotzdem danken wir den beiden Familien, die der Gottesdienstgemeinschaft Gastrecht geben wollten. Wir hoffen auf neue Möglichkeiten im nächsten Jahr.
Auch die Zuger Landeswallfahrt nach Einsiedeln, welche alljährlich am Fest Christi Himmelfahrt stattfindet, kann nicht durchgeführt werden.
Viele erwachsene Söhne und Töchter besuchen am Muttertag ihre Mutter. Damit drücken sie ihre Dankbarkeit und Wertschätzung für alles aus, was sie ihnen seit der Geburt an Liebe, Unterstützung und Förderung gegeben hat.
In diesem Jahr werden viele ältere Mütter vergeblich auf den Besuch ihrer Kinder warten. Zumindest wird das gemeinsame Mittagessen ausfallen. Der kleine Ausflug sowieso. Denn nach wie vor sind die Menschen zur Vorsicht bei sozialen Kontakten aufgerufen. Bei älteren Menschen soll der direkte Kontakt wenn möglich ganz vermieden werden.
Ob meine Mutter das gemeinsame Mittagessen am Muttertag vermissen wird, weiss ich nicht. Zumal sie mehr und mehr in ihrer eigenen Welt lebt. Und zu dieser Welt habe ich keinen Zugang. Nur bei den fast täglichen Anrufen können meine Schwester und ich sie für ein paar Augenblicke ins Jetzt hineinholen, indem wir von unserem und dem Leben unserer Kinder erzählen.
Noch vor wenigen Monaten bekamen wir mit, was unsere Mutter beschäftigte: Vor allem die Vergangenheit. Gerne erzählte sie von früheren Erlebnissen mit den Grosskindern und schönen Ehejahren. Oft erzählte sie aber auch vom Schweren, das ihr im Leben widerfahren war: Vom frühen Tod ihrer leiblichen Mutter. Vom Getrenntsein von ihren Schwestern, bis der Grossvater wieder heiratete. Von durchlebten Ängsten bei Fliegeralarmen während dem 2. Weltkrieg, wenn sie als siebenjähriges Mädchen alleine unterwegs war.
Demenz ist eine Krankheit des schrittweisen Abschiednehmens. Zum Abschiednehmen gehören neben Trauer, Wut und Enttäuschung hoffentlich auch Friedenschliessen mit dem Vergangenen und Dankbarkeit für so manches Gewesene.
Abschiednehmen müssen aber nicht nur die Erkrankten, sondern auch ihre Angehörigen. Sie müssen sich von Vorstellungen und alten Rollenbildern verabschieden. Und deshalb gehören Trauer und Dankbarkeit auch zu ihrer Situation.
Am Muttertag ist es vielen Töchtern und Söhnen ein Bedürfnis, ihrer Mutter für das Gewesene zu danken. In diesem Jahr ist das nicht in der gewohnten Form möglich. Doch Dankbarkeit zeigt sich nicht nur beim gemeinsamen Mittagessen am zweiten Maisonntag. Dankbarkeit macht sich nicht an einem zeitlich begrenzten Moment fest. Dankbarkeit ist eine Haltung. Und diese Haltung zeigt sich nicht zuletzt in der Art, wie Kinder ihre neue Rolle gegenüber den auf Unterstützung angewiesenen Eltern annehmen.
Alles Gute zum Muttertag.
Christof Arnold
Leider müssen wir die für den 18. Mai 2020 vorgesehene Kirchgemeindeversammlung mit den Traktanden «Rechnung 2019» und «Schlussabrechnung Fassadensanierung Vereinshaus» wegen der aktuellen ausserordentlichen Lage (Corona) auf den 16. November 2020 (Datum der Kirchgemeindeversammlung «Budget 2021») verschieben.
Die Finanzdirektion hat uns am 17. März 2020 mitgeteilt, dass sie nicht auf Einreichung der Jahresrechnung gemäss § 23 Abs. 2 besteht, worin die Jahresrechnung der Legislative (Kirchgemeindeversammlung) bis 30. Juni des Folgejahres zur Genehmigung vorgelegt werden muss. Die Direktion des Innern hat uns zudem am 19. März 2020 aufgefordert, die bevorstehenden Gemeindeversammlungen abzusagen.
Die Vorlage zur abgesagten Kirchgemeindeversammlung verteilen wir nicht an die Haushalte, publizieren sie aber auf unserer Homepage www.pfarrei-menzingen.ch. Wir wünschen Ihnen gute Gesundheit und hoffen, dass wir am 16. November 2020 sehr vielen Mitgliedern unserer Kirchgemeinde zur Begrüssung wieder kräftig die Hand schütteln können.
Der Kirchenrat
Liebe Bewohnerinnen und Bewohner, liebes Pflege- und Hauspersonal der Luegeten
Seit Mitte März können wir weder mit Euch Gottesdienst feiern, noch euch besuchen. Auf diesem Weg wollen wir Euch sagen: Wir haben Euch nicht vergessen. Wir denken an Euch. Ja, wir vermissen Euch. Eure Dankbarkeit, Eure Offenheit und Euer Mitmachen haben uns stets bereichert und zufrieden aus dem Haus gehen lassen. Nun hoffen wir, dass es bald wieder so werden möge. Tragt Sorge zueinander, bleibt gesund und vertraut auf Gottes Beistand. Das wünschen Euch Eure Seelsorger/-innen.
Christof Arnold, Eva Maria Müller, P. Julipros Dolotallas und Christoph Baumann
„Ich will zur Waldwiese gehen und mit meinen Freunden spielen! Mit ihnen rennen möchte ich, laufen, fangen spielen, Spaß haben. Jetzt. Hörst du?“
Der kleine Bär sah mit einem Bettelblick zu Mama Bär auf. Am liebsten hätte er dabei noch in die Pfoten gepatscht und „Bittebittebitte“ gerufen.
Er hatte nämlich große Sehnsucht nach seinen Freunden, den Waldtieren. Viele Tage schon hatte er sie nicht getroffen. Nicht einmal gesehen hatte er sie. Auch nicht von weitem. Wie er mussten die auch zuhause bleiben. Da war nämlich eine Krankheit, die durch den Wald schlich und nach Opfern Ausschau hielt. Kein Tier konnte sie sehen, aber sie war da und wer ihr begegnete, war in Gefahr. Dann nämlich hüpfte sie leise, sehr leise auf die Köpfe ihrer Opfer und pustete ihnen einen bösen Husten in die Münder und Nasen. Und dann dauerte es auch nicht mehr lange, und das arme Opfer musste husten husten husten und das klang sehr laut und sehr sehr krank. Der kleine Bär hatte es selbst schon gehört, wenn eines der hustenkranken Tiere in der Nähe der Bärenhöhle vorbei zog. Es klang wirklich sehr laut und krank. Zum Fürchten krank. Einen hustenden Vogel, ein hustendes Wildschwein und eine hustende Maus hatte der kleine Bär nämlich noch nie in seinem Leben gesehen.
Ja, und weil das so ein gemeines und gefährliches Husten war, durfte er auch nicht seine Freunde treffen, um sich nicht anzustecken. Aber vielleicht machte diese blöde Krankheit ja heute eine Pause und er konnte doch für ein Stündchen zur Waldwiese gehen?
„Nur ein bisschen“, sagte er nun zu Mama Bär. „Ein klitzekleines Bisschen.“
Doch Mama Bär blieb hart. Wie jeden Tag wieder schüttelte sie den Kopf und brummte:
„Das geht nicht, kleiner Bär. Du sollst nicht krank werden und musst noch warten, bis die Hustenkrankheit unseren Wald wieder verlassen hat.“
„Das sagst du viele Tage schon“, maulte der kleine Bär.
Er setzte er sich vor die Bärenhöhle und sah traurig den Schmetterlingen zu, die über den Wiesenblümchen tanzten.
„Ihr hab es gut“, rief er ihnen zu. „Ihr dürft zusammensein und spielen und Spaß haben. Wie schön wäre es doch, ein Schmetterling zu sein.“
„Nichts leichter als das“, rief ihm einer der Schmetterlinge, ein großer, gelber, zu. „Mach die Augen zu und träume dich zu uns herüber. Wir freuen uns, wenn du mit uns spielst!“
„Zu euch träumen? Geht das?“ So ganz konnte der kleine Bär das nicht glauben, doch er war neugierig und schloss schnell die Augen. Und da, da tanzte er im Traum auch schon mit seinen neuen Freunden leicht wie ein Schmetterling im Licht der Sonne über Gräser und Blumen und hatte so viel Spaß, dass er beinahe das Nachtmahl, zu dem Mama Bär später irgendwann rief, verträumt hätte.
© Elke Bräunling www.elkeskindergeschichten.de
Zur Zeit geht es uns wie dem kleinen Bär. Wir können unsere Freunde und Grosseltern auch nicht oft, oder sogar gar nicht sehen. Aber trotzdem können wir mit ihnen in Kontakt bleiben. Wir können ihnen schreiben, mailen oder telefonieren und sie so weiterhin an unserem Leben teilhaben lassen. Unsere gegenseitige Zuneigung wird durch das «Nichtsehen» nicht kleiner.
Ist es mit der Beziehung mit Jesus nicht dasselbe? Wir sehen ihn auch nicht, und trotzdem wissen wir, dass er uns ganz fest lieb hat. Wichtig ist nur, dass wir auch mit ihm in Kontakt bleiben!
Was würdest Du jetzt am liebsten mit Deinen Freunden machen?
Wir laden Dich ein, davon ein Bild zu malen. Und wenn Du magst, leg es doch beim Pfarramt in den Briefkasten. Wir werden dann Deinen «Traum» im Schaukasten ausstellen.
Das ganze SUFI Team wünscht Dir dabei viel Spass!
Der Religionsunterricht kann wegen des Corona-Virus nicht wie gewohnt stattfinden. Darum erhielten die Schülerinnen und Schüler von der 4. Klasse bis zur 2. Oberstufe via Fernunterricht die Anregung, sich vor Ostern auf einen Kreuzweg Jesu einzulassen. Bei den 14 Stationen war jeweils das eigene Nachdenken gefragt, was dieser Kreuzweg heute für sie bedeuten könnte. Bei der 12. Station hatten sie den Auftrag, ein positives, buntes, schönes Kreuz zu legen oder ein Bild zu gestalten.
Vielen Dank für die liebevoll gestalteten, kreativen Werke! Einige Bilder sind im Schaukasten der Pfarrei ausgestellt, eines ist hier eingefügt. Möge dieses Hoffnungsbild für uns alle wirken.
Das Katecheseteam Mittelstufe II und Oberstufe:
Irmgard Hauser, Gabi Sidler, Yvonne Stadelmann
Die Idee stand schon lange fest und sie freuten sich wieder einmal auf eine Zusammenarbeit. Eva Maria Müller und Yvonne Stadelmann planten eine Fastenwoche für die Nachbarpfarreien Menzingen und Neuheim. Mit oder ohne Verzicht auf Nahrung sollten Interessierte in der Woche vom 30. März bis 3. April an gemeinsamen Fastenimpulsen teilnehmen können. Die beiden Frauen erarbeiteten zusammen fünf Impulsabende von je ca. 30 Minuten für die vorösterliche Zeit. Es war alles bereit, als ein gewisser viraler Erreger, dessen Namen hier nicht schon wieder genannt werden soll, alles in Standby stellte. Eva Maria und Yvonne liessen sich aber nicht beirren und schrieben die Impulse in Windeseile so um, dass sie für den Versand per Email geeignet waren. Die Teilnehmenden konnten sich anmelden, und erhielten die Impulse zugesandt. Einige Mitmenschen liessen die Organisatorinnen wissen, dass sie erst durch die verordnete Betriebslosigkeit
die nötige Zeit für dieses Angebot fanden. Eine Tasse Tee, eine Kerze und 30 Minuten Ruhe für den Fastenimpuls war alles, was es brauchte um Seelennahrung aufzutanken. 38 Frauen und Männer „trafen“ sich also digital jeden Abend und konnten gemeinsam die Fastenimpulse geniessen.
Wir sind dankbar, dass wir uns auch so auf Ostern vorbereiten konnten.
Yvonne Stadelmann