Kapelle St. Anna

Patronin St. Anna

Reservation:

kath. Pfarramt

Tel.

041 757 00 80

   

Email:

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Kapellensigrist: Cyrill Elsener, Pfarramt, Menzingen


Ehemaliges Beinhaus

Ein Hinweis in eigener Sache: Diebstahlssicherung. Seit mehreren Jahren sind alle Gegenstände in der Kapelle elektronisch gesichert. Diese Sicherungsanlage wird ständig aktualisiert und ist direkt mit der Kantonspolizei verbunden.

Geschichte

Texte aus dem Buch von Josef Grünenfelder: Das ehemalige Äussere Amt.

Die Jahrzahl 1512 am vorderen Eingang und über dem Chorbogen bezeichnet das Baujahr. Wiederherstellung nach Verwüstung im Kappelerkrieg.
Bei der Renovation von 1878/79 wurde der alte Dachreiter neugotisch verkleidet, und (das Innere erhielt Gipsdecken anstelle von hölzernen mit Flachschnitzereien. 1976 Restaurierung; im Chörlein Rekonstruktion der gotischen Holzdecke. Bundesschutz.

Beschreibung

Lage und Äusseres
Das Beinhaus St. Anna bildete ursprünglich die Südwestecke des Friedhofs. Es ist gegen Nordosten gerichtet und ohne Choreinzug dreiseitig geschlossen; steiles Sparrendach auf liegendem Stuhl. Seit der Erweiterung des Nachbarhauses im 19.Jh. irrt sie mit diesem übereck zusammengebaut. An der östlichen Langseite zwei - nach Massgabe der Steinmetzzeichen gleichzeitige - Portale, das vordere mit eingeschweiften Gewänden und geradem Sturz, datiert 1512, das hintere rundbogig und breiter. ­Zwischen beiden sowie in der rechten Diagonalseite des Chorabschlusses Spitzbogenfenster. deren Masswerke weggeschlagen sind, in Leibengen aus Haustein. Rückwand und linke Seite sind - als Fortsetzung der Friedhofmauer und wohl, weil hier die Gebeine aufgeschichtet waren - fensterlos bis auf einen Fensterschlitz in der Nähe des Chorbogens und ein Rundfensterchen im Giebel. An der steinernen Dachkehle, den Türgewänden, den beiden Fenstern und am Chorbogen erscheint häufig das Steinmetzzeichen (Nr. 35) des Meisters, der auch am Chörlein der Kapelle Schönbrunn arbeitete.

Inneres
Das flachgedeckte Innere ist ein kurzer, hoher Raum mit Flachdecken. Der Chor ist durch einen spitzbogigen Chorbogen abgetrennt und um eine Stufe erhöht. Die beiden Türnischen sind in Höhe, Breite und Stichmass verschieden. Die gleichfalls stichbogige Nische in der Rückwand könnte von einem ehemaligen Andachtsfenster herrühren.

Ausstattung
Altar
Das in die Breite entwickelte, viersäulige Frühbarockaltärchen besitzt eine weissgeäderte Schwarzfassung (erneuert), vergoldete Ornamente und blaue Füllungen. Laut Inschrift in der Predella stiftete es »Herr Peter Müller Priester Under Ihr Fürstlich Gnaden Von Sant/Gallen Pfarher zum Heiligen Creütz Im Thürgeüw Ano Domini 1636. Gleichzeitiges gutes Bild der von Engeln beweinten Pietà unsigniert, seitlich die Figuren Joseph mit Kind und Maria mit Kind, aus der Zuger WICKART - Werkstatt, der wohl das ganze Altärchen zugeschrieben werden darf. Der ursprüngliche Aufsatz unbekannten Aussehens (Kartusche?) im 1. Viertel 19. Jh. durch eine klassizistische Nische zwischen älteren Voluten ersetzt; darin spätgotische Statue Anna selbdritt mit restaurierter alter Fassung 1. Viertel 16. Jh.). Altar-Unterbau modern.

Kreuzigungsgruppe
Spätgotisch, 1. Viertel 16. Jh., früher über dem Chorbogen, jetzt über der Tür.

Ölberggruppe
Spätgotisch, 1. Hälfte 16. Jh., vermutlich aus dem abgebrochenen .Ölberg» auf dem Gubel. Die aus vier Figuren bestehende Gruppe, eingefasst von einem Flechtwerkzaun, steigt von links nach rechts an, von der Liegefigur über zwei sitzende Schläfer zur steil aufgerichteten, grösser gegebenen Gestalt des knienden Christus und schliesslich zum Felsen, auf dem ein Engelchen den Kelch darreicht. Figuren und plastische Staffage sind miteinander geschnitzt. Restaurierte alte Fassung. 

Gemälde
Tod Mariens und Tod Josephs, letzteres am Bettsockel signiert "Carl. Jos, Speck. Pinxit ao.1779." ersteres in offensichtlicher Anlehung an CASPAR Wolfgang Muos' Marientod in der Liebfrauenkapelle Zug.  

Statuen
(Originale) aus der Kapelle Fürschwand (2. Hälfte des 16.Jh. - St. Verena, St. Anna selbdritt, und Barbara)

 

Copyright © 2014

Stand: Januar 2014

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