Kapelle Stalden

Patron St. Wendelin

Reservation:

kath. Pfarramt

Tel.

041 757 00 80

   

Email:

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Kapellensigristen:

Angela und Richard von Holzen - Löhrer,
Staldenstr. 21, Menzingen

 

Ein Hinweis in eigener Sache: Diebstahlssicherung. Seit mehreren Jahren sind alle Gegenstände in der Kapelle elektronisch gesichert. Diese Sicherungsanlage wird ständig aktualisiert und ist direkt mit der Kantonspolizei verbunden.

Geschichte der Kapelle Stalden

Zum Dank für die Zähmung eines wilden Stiers, errichteten Hauptmann Ulrich Hegglin des Rats, Gotteshausammann ,Jakob Meyenberg und sein Bruder Peter sowie Adam Schön anstelle eines dem hl. Wendelin und der hl. Notburga gewidmeten "Helgenhüslis" 1597 die heutige Kapelle. Weihe durch den päpstlichen Legaten Johann Graf Torre am 27. Mai 1601. 1732-1752 bestand bei der Kapelle ein Waldbruderhaus, errichtet von Bruder Peter Doswald.
1745 schenkte Abt Nikolaus von Einsiedeln das linke Chorfenster.
1750 wurde der jetzige Choraltar auf Kosten des Kaplans Clemens Adelrich Hegglin und seines Bruders Johann Jordan erstellt.
1752 wurde das schon bestehende Altärlein rechts in der Vorhalle neu aufgemacht. In demselben Jahr liess der erwähnte Geistliche am Chorbogen die hl. Familie malen.
1862 wurden die Fresken der Vorhalle übertüncht, die verschiedene Heiligenfiguren darstellten, und das Stifterbild (Darstellung des ehemaligen Bildstockes mit dem davor knienden Stifter Amrein, dahinter das Dorf Menzingen) sowie ein Teil der Votivbilder entfernt. Das Innere erhielt eine Gipsdecke. An die Chorbogenwand malte FRANZ XAVER ZÜRCHER eine Darstellung des Guten Hirten.
1912 Renovation. Restaurierung
1977-1995; verschiedene Restaurierungen: Freilegung der originalen Fassungen an den Altären, Restaurierung der künstlerischen Ausstattung. Wandbild des Guten Hirten entfernt.
1995 Aussenrenovation. Due Kapelle wird unter Bundesschutz gestellt.
2010 Renovation von Turm und der Vorhalle.

Beschreibung

Texte aus dem Buch von Josef Grünenfelder: Das ehemalige Äussere Amt.

Die östlich vom Dorfe Menzingen aussichtsreich gelegene kleine Wallfahrtskapelle St. Wendelin ist ohne Choreinziehung dreiseitig geschlossen, der Chorraum durch eingespannten Chorbogen vom Schiff getrennt und um eine Stufe erhöht. Im Schiff auf der Evangelienseite ein gekehltes Spitzbogenfenster mit wohl nachträglich eingesetztem Mittelpfosten und auf der Epistelseite zwei im 18. Jh. stichbogig abgeänderte Fenster; in den Diagonalseiten des Chors Spitzbogenfenster. Spitzbogentüre mit Jahrzahl 1597 und Wappen Zug und Menzingen; daneben kleine Rechteck Fenster. Sechseckiger, klassizistisch verkleideter Dachreiter mit Pyramide. Über Chor und Schiff flache Felderdecken. Die geräumige Vorhalle wird von Holzpfosten auf umlaufender Brüstungsmauer getragen und ist in Fortsetzung des Kapellendaches mit einem Halbwalmdach gedeckt. An der Südwand erneuerte Sonnenuhr.

Ausstattung:

Hoch- und Seitenaltäre

Die drei Säulenretabel dürften gleichzeitig, also um 1750 entstanden sein, auch wenn die einfache Tektonik und traditionelle Ornamentik ins 18. Jh. weisen. Alle besitzen anstelle der Hauptbilder gefasste Holzreliefs vor duftig gemalten Hintergründen. Originellgrün/grau/goldene Originalfassung. Am Hochaltar Relief "Maria erscheint dem hl. Wendel"; im Volutengiebel Okulusfensterchen mit dem Auge Gottes; seitlich Statuen: Notburga, Anna selbdritt, ,Johannes der Täufer und Antonius der Einsiedlers 15; Stifterwappen Hegglin. Am rechten Seitenaltar Relief der Krönung Mariä und Stifterwappen Zürcher, am linken Pietà und Herz Mariens; beide Seitenaltärchen haben Ovalbilder der Entstehungszeit in den Auszug-Ädikulen, Aloisius und Franz Xaver. Stipesverkleidungen z. Hälfte 19. Jh.

Der Hochaltar zeigt die Reliefs des Kapellenpatrons und der Muttergottes bildmässig vor gemaltem Hintergrund. Um 1750.

Chorgitter

Aussergewöhnlich reich durchformtes Chorgitter mit Volutenfeld und IHS-Monogramm im Bogen, Mitte 18..Jh.; Fassung grün/gold modern.

Chorgitter, Mitte 18. Jh.

Gemäldezyklus zur Wendelinslegende
An der linken Schiffswand schildert ein Gemäldezyklus die Wendelinslegende in zwölf Bildern mit erklärenden Reimen.

Die Zuschreibung an den Menzinger Maler JOHANN FRANZ STRICKLER ist aus stilistischen Gründen nicht haltbar. Der Menzinger Zyklus ist älter als die auf dieselbe - vorerst nicht eruierbare - Vorlage zurückgehenden Wendelinszyklen in Lieli LU (1684 KASPAR WOLFGANG Moos) und Baar/Allenwinden (vor 1789), zeigt nachgotischen Habitus und dürfte gegen die Mitte des 17.Jh. entstanden sein. In der Vorhalle waren ehemals zahlreiche Exvoto-Täfelchen aufgehängt, heute noch vier: undatiert, 1811. 1817 und 1838; die älteren sollen von STRICKLER gemalt worden sein, das älteste von dem in KdmZG I genannten Menzinger Maler H.L.E. (ETTER oder ELSENER). - Auf der Giebelwand der Kapelle, nach der Vorhalle hin, waren Heiligenfiguren gemalt, die bei der Renovation von 1862 übertüncht wurden.

Wendelin-Zyklus. Tafel 5: Klosterbau für den heiligen Wendelin. Gegen Mitte 17. Jh.

Für Hochzeiten wird die Wendelinskapelle jeweils schön geschmückt.

Hier ein paar Fotos.

Copyright © 2014

Stand: Januar 2014

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